Panathlon Auszeichnung für 1. FC Futsal Innsbruck

Der 1. FC Futsal Innsbruck, zweifacher ÖFB Futsal Challenge-League Vizemeister, mehrfacher Fair-Play Sieger und Vorreiter für Österreichs Futsal-Zukunft, konnte am 25.11. in der Sporthalle des Landessportcenters ein Wettspiel der Challenge Serie A International gegen den mehrfachen Schweizer Futsal- und Kleinfeld-Meister Futsal Lachenzelg aus Zürich in einer mit großem Einsatz und beachtlich hohem technischen Können und sehr fair geführten sportlichen Auseinandersetzung, mit 8:6 gewinnen.

Panathlonsymbol auf Dressen des 1. FC Futsal Innsbruck Kooperation mit Panathlon Club Innsbruck

Beschreibung von Links: W.Sponring, P.Preisinger, A.Wanker, G.Wagner - Übergabe Dressen
 

Im Rahmen dieser Veranstaltung, moderiert von Severin Dierkes, wurde dem 1. FC Futsal Innsbruck, vertreten durch Präsident Dr. Gerhard Wagner und Vizeobmann und Clubmanager, Peter Preisinger, vom Panathlon Club Innsbruck, vertreten durch Präsident Stadtrat Andreas Wanker, Vizepräsident Hans Gastl, und Vorstandsmitglied Dr. Winfried Sponring, sowie weiteren Mitgliedern, wie Günther Fritz und Ing. Gerhard Enders, vor den versammelten Mannschaften samt Trainerstab, den Schiedsrichtern, die Berechtigung zur Führung des Panathlon Logos auf den Spielerdressen in Form der Übergabe eines beflockten Leibchens übertragen. Damit möchte der strikte Vollamateurverein 1. FC Futsal (Gründungsjahr 2006) seine enge Verbundenheit mit den edlen und ethischen Werten des Sports, die Panathlon International vertritt und die vom Panathlon Club Innsbruck seit seiner Gründung (1967) unter anderem durch viele öffentlich zugängliche Veranstaltungen, wie z.B. die Organisation von Jugendsportmessen „Sports & more“, oder die Gestaltung von Themenabenden, wie:  „Jugend und Sport – alles Okay?“, oder „It is time to be active for fairness, ethics und respect in sport“ – oder „Positive Wege des Sports in Tirol“, sichtbar machen.


Mannschaft des 1. FC Futsal Innsbruck
Links oben: Präs. Dr. G. Wagner; 4. von links: PCI Dr.W.Sponring; 6. von l.: Clubnanager P.Preisinger; 4. von rechts: Präs. PCI Stadtrat A. Wanker



Der 1. FC Futsal Innsbruck beweist mit dem Panathlon Logo auf den Spielerleibchen für jedermann erkennbar, dass der Verein die gerade in der heutigen Zeit noch wichtiger werdenden ethischen Werte des Sports hochhält.

Im Anschluss an die auch für Zuschauer äußerst attraktive sportliche Auseinandersetzung (die Hallenfußball-Sportart Futsal verdient trotz des bewusst reduzierten körperlichen Einsatzes zwischen den jeweils pro Mannschaft am Platz befindlichen vier Spielern + Tormann, die fast ganz ohne Kampf „Mann gegen Mann“ verläuft, vor allem wegen des im Spiel angestrebten Fairness Verhaltens und Fair Play Verlaufes und dem extrem schnell wechselnden Spielverlauf ein wesentlich größeres ZuschauerInteresse) organisierte der 1. FC Futsal, hervorragend von Peter Preisinger ausgerichtet, der auch als Showmaster und Sänger beachtliche Qualitäten unter Beweis stellte, einen gemütlichen Abend in sportlicher Verbundenheit mit den beiden Mannschaften, den Trainern und Funktionären.

Als abschließender Schluß- und Höhepunkt erfolgte die auf freiwilliger Basis vorgenommene Unterfertigung der „Panathlon-Erklärung zur Ethik im Jugendsport“ durch Spieler und Funktionäre des 1. FC Futsal. Diese Erklärung wurde vor 10 Jahren anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums des Panathlon Club Innsbruck auch von der Stadt Innsbruck nach erfolgtem zustimmenden Beschluss des Gemeinderates unterfertigt, wie dies inzwischen ebenfalls
 bereits durch viele Tiroler Sportvereine und -verbände erfolgt ist.

Die „Panathlon-Erklärung zur Ethik im Jugendsport“ bestätigt, wie verschiedenes Fehlverhalten einzelner Personen unter Beweis stellt, dass diesbezüglich stetig ernsthafte Bemühungen unternommen werden müssen. Nicht nur die Politik, sondern vor allem auch die Sportorganisationen selbst müssen die dafür notwendigen Rahmenbedingungen und -vorgaben schaffen und deren Einhaltung überwachen. Natürlich seien an dieser Stelle vor allem alle Personen, die im Jugendsport aktiv oder leitend oder begleitend tätig sind, und nicht zuletzt Sponsoren (egal aus welchen Quellen) aufgefordert, diese Zielerreichung anzustreben und Fehlentwicklungen schon frühzeitig kraftvoll entgegen zu treten. Der Panathlon Club Innsbruck und der
1.
  FC Futsal Innsbruck bekennen sich voll dazu.

Winfried Sponring
Vorstandsmitglied Panathlon Club Innsbruck
November 2017

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PANATHLON-ERKLÄRUNG ZUR ETHIK IM JUGENDSPORT

Diese Erklärung ist Ausdruck unserer Entschlossenheit, im Bemühen um positive Werte im Jugendsport über bloße Diskussion hinauszugehen und klare Verhaltensregeln festzulegen.

Wir erklären:

1. Wir werden die positiven Werte im Jugendsport noch entschlossener, systematischer und tatkräftiger als bisher propagieren.

·     Im Training wie auch im Wettkampf werden wir versuchen, folgende vier Hauptziele zu erreichen und sie miteinander in Einklang zu bringen: die Entwicklung motorischer (technischer, taktischer) Fähigkeiten, einen für die Gesundheit unbedenklichen und sicheren Wettkampfstil, ein positives Selbstbild und gute soziale Fähigkeiten. Dabei lassen wir uns von dem leiten, was Kinder brauchen.

·       Wir glauben, dass das Streben nach herausragender Leistung und nach dem Sieg, die Erfahrung des Erfolgs und der Freude wie auch des Misserfolgs und der Enttäuschung untrennbare Bestandteile des Wettkampfsports sind. Wir werden den Kindern Gelegenheit geben, dieses Streben zu kultivieren und bei der Ausübung ihres Sports (im Rahmen der Struktur, der Regeln und der Grenzen des Spiels) all dieser Seiten des Sports gewahr zu sein, und wir werden ihnen dabei helfen, mit ihren Gefühlen umzugehen.

·       Wir werden solchen Betreuungs‑ und Ausbildungsmodellen für Kinder den Vorzug geben, die ethische Werte und humanistische Grundsätze im Allgemeinen und Fairness im Sport im Besonderen in den Mittelpunkt stellen.

·       Wir stellen sicher, dass Kinder in die Entscheidungen über den Sport, den sie ausüben, einbezogen werden.

2. Wir werden unsere Bemühungen darum fortsetzen, alle Formen der Diskriminierung im Jugendsport zu beseitigen.

Dies steht im Einklang mit dem grundlegenden ethischen Prinzip der Gleichheit, das soziale Gerechtigkeit und eine gerechte Verteilung der Ressourcen voraussetzt. Spätentwickler, Behinderte und weniger talentierte Kinder sollten wie Frühentwickler, Kinder ohne Behinderung, herausragende Sportler und talentiertere Kinder die Möglichkeit erhalten, Sport zu treiben, und die gleiche professionelle Aufmerksamkeit erhalten. Dabei darf auch kein Unterschied nach Geschlecht, Rasse oder Kultur gemacht werden.

3. Wir erkennen an, dass Sport auch negative Auswirkungen haben kann und dass Vorsorge‑  und Heilmaßnahmen zum Schutz von Kindern notwendig sind.

·   Wir werden für eine bestmögliche geistige und körperliche Gesundheit der Kinder sorgen, indem wir gegen Betrug, Doping Missbrauch und Ausbeutung vorgehen und Kindern helfen, gegebenenfalls über die negativen Auswirkungen davon hinwegzukommen.

·   Wir sind der Meinung, dass die Bedeutung des sozialen Umfelds der Kinder und eines motivierenden Klimas noch immer unterschätzt wird. Wir werden daher einen Verhaltenskodex ausarbeiten, beschließen und anwenden, in dem die Verantwortlichkeiten aller Beteiligten im Netz des Jugendsports klar definiert sind: Leitungsgremien, Sportleiter, Eltern, Erzieher, Trainer, Manager von Sportlern, Sportfunktionäre, Ärzte, Physiotherapeuten, Ernährungsberater, Psychologen, Spitzensportler, die Kinder selbst usw.

·   Wir empfehlen mit Nachdruck, ernsthaft in Erwägung zu ziehen, auf geeigneter Ebene Gremien einzurichten, die für die Umsetzung dieses Kodexes zuständig sind..

·   Wir befürworten Registrierungs‑ und Akkreditierungssysteme für Trainer.

4.  Wir begrüßen die Unterstützung von Sponsoren und der Medien, doch sind wir der Meinung, dass diese Unterstützung im Einklang mit den Hauptzielen des Jugendsports stehen muss.

·   Wir begrüßen eine finanzielle Förderung durch Organisationen und Unternehmen nur dann, wenn dies nicht im Widerspruch zur Lehrtätigkeit, zur ethischen Grundlage des Sports und zu den Hauptzielen des Jugendsports steht.

·   Wir glauben, dass die Medien nicht nur auf Ereignisse reagieren sollten, also unserer Gesellschaft den Spiegel vorhalten sollen, wenn Probleme auftreten, sondern auch bereits im Vorfeld vorbeugend handeln sollten, also stimulieren, erziehen und erneuern sollten.

5. Wir unterstützen daher förmlich die ‘Panathlon-Charta der Rechte des Kindes im Sport’. Alle Kinder haben das Recht,

·   Sport zu treiben,
·  
Spaß zu haben und zu spielen,
·   in einer gesunden Umwelt zu leben,
·   mit Würde behandelt zu werden,
·   von kompetenten Trainern ausgebildet zu werden,
·   an einem Training teilzunehmen, das auf ihr Alter, ihren individuellen Rhythmus und    ihre Fähigkeiten zugeschnitten ist,
·   sich in geeigneten Wettkämpfen mit Kindern des gleichen Niveaus zu messen,
·   unter sicheren Bedingungen Sport zu treiben,
·   sich auszuruhen,
·   die Chance zu erhalten, Sieger zu werden, und nicht Sieger zu sein.

All dies lässt sich nur erreichen, wenn Behörden, Sportverbände, Sportagenturen, Hersteller von Sportartikeln, Medien, Unternehmen, Sportwissenschaftler, Sportleiter, Trainer, Eltern und Kinder diese Erklärung unterstützen.